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Atacamawüste, San Pedro de Atacama und Lauca Nationalpark - Der große Norden von Chile

Atacamawüste Chile
Die Atacamawüste im Norden von Chile

Chiles großer Norden hat seinen ganz eigenen Charme: staubige, rötlich-braune Berge prägen das Bild in der trockensten Wüste der Welt, der Atacamawüste. Hier leben Flamingos, die vor der Kulisse einer surrealen Mondlanschaft aus tiefblauen Salzlagunen ihre Nahrung filtern und faszinierende Geysiere lassen umrandet von schneebedeckten Vulkanen ihre heißen Dämpfe in die Höhe schießen. Das fantastische Panorama von Chiles großem Norden ist ein Muss für jeden Chile Urlauber. Die Region erstreckt sich vom Grenzdreieck Peru-Bolivien-Chile über 1000 Kilometer gen Süden bis zum höchsten Berg des Landes, dem Vulkan Ojos del Salado, der 6880 Meter hoch ist.

Chiles großer Norden ist sehr reich an Rohstoffen. Hier wird Kupfer abgebaut, das neben Lachs und Wein der Wirtschaftsmotor schlechthin für Chile ist. Kein Wunder also, dass sich in dieser Region viele Minen befinden. Allen vorran die größte Kupfermine der Welt: Chuquimaquata.

Diese wirtschaftlich bedeutende Gegend hat in der Vergangenheit für ernste Auseinandersetzungen mit dem Nachbarländern gesorgt und ist auch heute noch ein Streitobjekt. Der Höhepunkt war zweifellos zwischen 1879-1884, als Chile im sogenannten "Salpeterkrieg" gegen Bolivien und Peru kämpfte. Chilenische und britische Firmen bauten Salpeter in der Atacamawüste ab, deren Staatszugehörigkeit zu diesem Zeitpunkt nicht zu 100% geklärt war. Eigentlich gehörte die Gegend zu Bolivien, die Einwohner waren aber zum großen Teil Chilenen. Bolivien, das durch ein schweres Seebeben in Geldnot geraten war, erhöhte die Steuern um etwas von den Salpetergewinnen abzubekommen. Da den staatlich geduldeten chilenischen Firmen für 25 Jahre Steuerfreiheit zugesagt worden war, löste die Einführung der Steuer schließlich den Salpeterkrieg aus, den Chile gegen Bolivien und dessen Verbündeten Peru gewann. Chile erhielt damit die Salpetervorkommen und das erst später entdeckte und heute so wichtige Kupfer. Bolivien verlor nicht nur die Bodenschätze, sondern auch seinen Zugang zum Meer, worin ein wichtiger Grund für die heutige wirtschaftliche Schwäche des Landes zu sehen ist. Der Stachel sitzt tief bei den Bolivianern und das Verhältnis beider Staaten ist noch immer belastet.

großer Norden von Chile im Überblick

  • Viel Wüste und Halbwüste
  • Nachts kalt, tagsüber heiß
  • Sehr wichtig: Sonnencreme, Feuchtigkeitscreme!
  • Sehr viel trinken, auch ohne Durst!