Reisebericht Peru, Bolivien & Chile
Der Hauptteil dieses Berichtes handelt zwar von Peru & Bolivien, allerdings ist er sicherlich trotzdem interessent für Südamerikareisende, weshalb
wir ihn nicht vorenthalten möchten:
Im Oktober 2003 startete ich mit einem Freund zu einem fünfmonatigem Aufenthalt nach Südamerika. Die Reise begann in Peru,
dann folgte ein zweimonatiges Praktikum in Sucre, Bolivien bei einem Tourismusunternehmen. Von Santiago de Chile flogen wir
dann im März 2004 wieder heim ins kühle Deutschland.
Viel Spaß bei dem Bericht über die wichtigsten Stationen unserer Tour.
Lima

Ansicht eines peruanischen Dorfes
Lima liegt mitten im Wüstenklima und es regnet nie, dafür hängt ständig ein feiner Nebel, der von Pazifik kommt über der Stadt. Alles in allem schien Lima uns nicht besonders attraktiv und wir blieben nur zwei Nächte.
Danach wollten wir eigentlich gleich in die Anden, aber man hat uns davon abgeraten, weil auf der Strecke ein paar Räuber unterwegs sein sollten. Und außerdem sollten wir den Aufstieg in große Höhen lieber etwas langsamer angehen, um uns an die dünne Luft gewöhnen zu können. Dies war, wie sich später zeigte, ein hilfreicher Ratschlag.
Nazca

mysteriöse Linien im Wüstensand bei Nazca
Diese Linien und Figuren befinden sich mitten in einer großen Wüste und wurden erst Anfang des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt. Einige Figuren zeigen Tiere, die bis zu 180 Meter groß sind. Wer die Figuren gemacht hat, ist noch unklar ebenso ihr Zweck. Einige sehen darin Spuren von Außerirdischen - ist ja auch das Naheliegendste ;-)
Wahrscheinlich dienten die Gebilde aber den Ritualen der indigenen Bevölkerung. Die Bedeutung der Nazca-Linien ist mit dem Untergang dieser Kultur jedoch in Vergessenheit geraten.
Der Rundflug war ziemlich spektakulär. Ich hätte aber besser mehr gefrühstückt, denn bei den wilden Kurven, die der Pilot geflogen ist, ist mir gegen Ende doch recht übel geworden.
Am nächsten Tag ging's dann weiter nach Arequipa, der zweitgrößten Stadt Perus. Sie liegt auf etwa 2300 Meter und ist von noch weitaus höheren Bergen und Vulkanen umgeben, ansonsten aber recht unspektakulär.

Chivay
Chivay selbst liegt auf nur 3600 Meter. Es ist ein recht übersichtliches Dorf mit viel Gegend drumherum und netten Leuten, die wir aber nur schwer verstanden (unser Spanisch musste noch besser werden!).
Leider lagen wir dort erstmal ein paar Tage flach. Moctezumas Rache hatte uns eingeholt - ob dafür die große Höhe oder evtl. unser erstes Alpacasteak verantwortlich waren, wissen wir leider bis heute nicht. Unsere Gastwirtin gab uns zur Linderung Tee aus Cocablättern - zur Sicherheit schmissen wir zusätzlich noch Immodium Akut ein - eins von beiden oder beides hat uns schließlich auch geholfen.
Nahe Chivay besuchten wir ein tolles open air Thermalbad. Es war sehr beeindruckend unter der phänomenalen Andenkulisse bei Sonnenuntergang und dem darauf folgenden klaren Sternenhimmel in wohlig warmem Wasser zu plantschen.
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