Reisebericht von Peru nach Bolivien
Machu Picchu
Natürlich waren wir auch im MUSS für alle Touris - in Machu Picchu, der größten und bekanntesten Ruinenstadt Südamerikas. Dorthin haben sich die Inkas zurückgezogen, als Francisco Pizzaro mit seinen spanischen Landsleuten den Rest Perus eroberte.

Machu Picchu
Die Ruinen wurden erst 1911 wiederentdeckt und später rekonstruiert. Den bei Touristen beliebten Incatrail haben wir nicht absolviert. Damit ist eine Wanderung gemeint, die von Cuzco aus zu Machu Picchu führt und einige Tage dauert. Dies schien uns aber zu abgedroschen, weil es so viele machten und das Wetter war zu dieser Jahreszeit auch nicht grad einladend für eine solche Tour. Wir haben stattdessen die Strecke jeweils zur Hälfte per Bus und per Zug zurückgelegt. Der Zug, der von Cusco zur Ruinenstadt fährt ist sehr teuer. Die Variante, einen Teil der Strecke per Bus zu absolvieren war die günstigste.

Machu Picchu
Eigentlich hatten wir noch eine einwöchige Jungletour geplant, die aber ausfallen musste, da erstens einer der Teilnehmer
krank war, und uns zweitens nichts gutes über die Tour berichtet wurde. Daher waren wir darüber nicht unglücklich und fuhren
weiter zum Titicacasee, um von dort aus ins zwischenzeitlich beruhigte Bolivien einzureisen.
Leider hatten wir zu dem Zeitpunkt unser kostbarstes Reiseutensil verborgt - unseren lonely planet (Reiseführer). Ein Mann
einem in unserem Hotel wollte sich gern etwas daraus kopieren. In meiner vertrauensseeligen Art gab ich ihm das Buch für einen
Abend. Mit Schrecken mussten wir am nächsten Tag feststellen, dass der Typ samt unserem Heiligtum abgehauen war. Wenn wir den
erwischen, is er dran!!! Um euch vor diesem Typ zu bewahren hier eine kurze Beschreibung:
Groß, hager, 40-50 Jahre alt, gibt sich als argentinisch-stämmiger Südafrikaner aus, raucht permanent
(man nannte ihm auch: Das Räuchermännchen), damals war er angeblich auf einer Besichtigungstour durch die peruanischen
Brauereien)
Schilfinseln im Titicacasee bei Puno
Nachdem wir Cusco verlassen hatten, sind wir also zunächst nach Puno gefahren, welches sich am Titicacasee befindet. Womit aber auch schon das einzig erwähnenswerte zu dieser Stadt gesagt wäre. Dort haben wir uns eine klassische Touri-Bootstour andrehen lassen, die uns auf mehrere künstliche schwimmende Schilfinseln führte. Auf diesen Inseln haben früher die einheimischen Aymara gewohnt. Heute wirken sie eher wie eine Art Freilichtmuseum mit Souvenirverkauf. Ob die traditionell gekleideten Leute, die man dort antrifft, wirklich noch auf den Inseln wohnen, ist sehr fraglich. Man munkelte, dass sie abends nach hause in die Stadt fahren. Es war aber trotzdem interessant. Das Schilf, aus dem die Inseln bestehen ist etwa 3 bis 4 Meter dick und aller 3 bis 4 Wochen kommt eine neue Lage Schilf drauf. Die Wurzeln davon kann man auch essen - wir haben es sogar mal probiert. Gar nicht so schlecht und ziemlich calciumreich.
Copacabana am Titicacasee und Isla del Sol
Der Titicacasee selbst ist riesig und der höchstgelegene schiffbare See der Welt. Er liegt auf 3820 m NN. Am nächsten Tag ging's dann weiter nach Copacabana, einer kleinen, aber sehr netten Kurstadt in Bolivien. Der Grenzübertritt war völlig problemlos und von den Unruhen, die in diesem Land bis vor kurzem herrschten, war überhaupt nichts mehr zu spüren. Von Copacabana aus haben wir wieder eine Bootstour gemacht. Diesmal zur Isla del Sol (Sonneninsel). Dort sind wir ein paar Stunden herumgewandert und haben die herrliche Landschaft bewundert. Man kann von da aus einen Großteil des Sees überblicken und im Westen hat man schneebedeckte Berge am Horizont. Dazu natürlich Sonnenschein und den fantastisch blauen See.
Nächste Seite
Vorherige Seite
Machu Pichu &Titicacasee im Überblick
- Machu Picchu: alte Inka Stadt
- 75 km entfernt von Cusco
- täglich 2000 Besucher
- Zugang über Inkapfad oder mit Zug
- Titicacasee:
- grösster Südwassersee in SA
- in 3800m im Altiplano