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Sucre und Umgebung

Von Weihnachten, das zu dieser Zeit anstand war dort zum Glück nicht viel zu merken. Bei uns in Deutschland gab's ja schon vor unserer Abreise im Oktober den ganzen Kommerzplunder zu kaufen. Hier wusste man den Wert dieses Festes noch mehr zu schätzen. Dezenter Schmuck an den Palmen des Plazas und nette Familienabende zum Fest waren alles und das reichte auch aus.

Hacienda
Innenhof der Hacienda Siete Cascadas

Eines schönen Tages sind wir ein Stück aus Sucre rausgefahren, um die Besitzerin einer Hacienda für unseren Bericht zu interviewen. Die Hacienda heißt "siete cascadas", weil sich ganz in der Nähe eine Abfolge von 7 Wasserfällen befindet.

Siete cascadas
Wasserfälle "Siete Cascadas"
Die haben wir dann natürlich auch erkundet und als wir uns mitten im Flusslauf befanden, mussten wir leider feststellen, dass es da nicht weitergeht. Also sind wir kurzentschlossen die nächstbeste Felswand hochgeklettert. Nach den ersten "paar hundert" Höhenmetern wurden uns aber doch die Knie weich. Das war schon etwas gefährlich, zumal ich nur in Badelatschen unterwegs war. Aber wie auch immer, wir leben noch - war schon ein leichter Nervenkitzel, hat aber trotzdem Spaß gemacht.

Ein anderer Ausflug sollte uns auf eine typische Dorffiesta verschlagen. Da diese aber nicht von den Campesinos (Dorfbewohnern) selbst, sondern von einer Entwicklungshilfeorganisation organisiert war, war sie nicht ganz so typisch, weil nämlich, entgegen dem Brauch, kein Alkohol ausgeschenkt wurde. Für uns war die ganze Sache auch recht langweilig. Wir haben 5 Stunden in dem Nest herumgesessen und darauf gewartet, dass unser Bus endlich wieder abfährt.

Lkw als Bus
ein Lkw dient als Bus"
Das einzig Interessante waren ein paar recht anschauliche Dinosaurierknochen, die man da kürzlich in einem Fluss gefunden hatte und uns stolz präsentierte. Auf dem Rückweg ging dann 30 km vor Sucre der Bus kaputt und nachdem wir 1,5 Stunden vergeblich auf eine erfolgreiche Reparatur gewartet hatten, sind wir auf die Ladefläche eines vorbeifahrenden Lasters gestiegen. Das ist ein typisches Transportmittel für die ärmere Bevölkerung Boliviens. Zum Glück war der LKW recht leer, teilweise sind die voll bis oben hin und manchmal sind auch Kühe o.ä. dabei.



Dinosaurierspuren von Cal Orcko bei Sucre

Ende Dezember haben wir uns dann die weltberühmten Dinospuren von Cal Orcko nahe Sucre angeschaut.

Dinosaurierspuren Steilwand Zementfabrik
auf der vom Zementabbau freigelegten Wand gibt es Dinosaurierspuren
Sie befinden sich auf dem Gelände einer Zementfabrik, deren Arbeit eine immense kreidezeitliche Steilwand freigelegt hat, auf der sich ca. 5000 Abdrücke von Dinosaurierfüßen befinden. Wenn man die sieht, kann man sich mit ein wenig Phantasie schon einige Millionen Jahre zurückversetzt fühlen und sich vorstellen, wie ein riesiges Dinopaar mit ihrem nicht ganz so riesigen, aber trotzdem beachtlichen Baby durch den Schlamm getapst ist.



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Sucre im Überblick

  • sehr sehenswerte Stadt
  • liegt in 2900m Höhe
  • Weltkulturerbe UNESCO