Reisebericht Bolivien
Danach sind wir kurz zurück nach Sucre und von da aus weiter per Flugzeug nach Cochabamba (Bolivien). Von da aus wollten wir in den Jungle starten und sind deshalb mit dem Bus nach Villa Tunari gefahren. Irgendwo auf dem Weg, vermutlich in Cochabamba hat man mir wohl mein schönes Taschenmesser aus dem Rucksack geklaut.
Villa Tunari
In Villa Tunari war endlich mal Schluss mir Bergklima. Dort war die Luft
nicht mehr so dünn , dafür aber schwül warm. Die Vegetation war schon
junglemäßig, leider wurden aber keine Touren angeboten und alleine wollten wir nicht in den Busch.
So beschränkten wir uns auf den Besuch eines Parks mit Tierauffangstation,
wo wir einige Tiere in fast natürlicher Umgebung beobachten konnten.

Urwald bei Villa Tunari
Raubversuch in Cochabamba
Danach haben wir beschlossen, um unserem mittlerweile eingetroffenen Besuch aus Deutschland noch den Titicacasee zu zeigen, dafür mussten wir zunächst zurück nach Cochabamba, wo man meinem Begleiter im Bus um seine Wanderstiefel erleichterte, als er schlief (er hatte sie aber vorher ausgezogen). Als wird dann im Morgengrauen verschlafen aus dem Bus kletterten, stiegen wir entgegen der Warnung des Buspersonals in ein Taxi, um zum Busterminal zu fahren. Das Taxi kam mir in der Tat gleich etwas suspekt vor und der Fahrer meinte, wir sollten uns alle nach hinten setzen, weil der Beifahrersitz kaputt ist. Zwei Blocks später sprang dann ein Typ ins Taxi auf eben diesen Sitz und fing an, uns energisch vollzutexten. Er sei Polizist (zeigte uns auch einen Ausweis) und suche nach Drogen, wir mögen ihm doch bitte unsere Pässe zeigen. Dazu hatten wir aber überhaupt keine Lust und wollten lieber erstmal zum Terminal, um die Sache mit anderen Polizisten abzuchecken. Der hörte aber nicht auf uns vollzulabern und in meinem noch etwas verpeilten Zustand gab ich ihm meinen Rucksack zum Durchsuchen. Den fing er dann auch gleich an wild zu durchsuchen und schnüffelte an allem wie ein Hund, schien aber alles wieder reinzupacken. Da war uns dann doch endgültig klar, dass der kein echter Polizist war und mit dem Fahrer zusammenarbeitete und wir bestanden energisch darauf, weiter zum Terminal zu fahren. Die kriegten dann wohl auch ein wenig Muffensausen und ließen uns aussteigen. Im Nachhinein musste ich leider feststellen, dass der Typ mein Fernglas geklaut hatte, aber wir waren froh, dass nicht mehr passiert ist.
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