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Reisebericht Chile

Da unser Rückflug von Santiago de Chile starten sollte, wurde es langsam Zeit, dorthin aufzubrechen. Dazu reiseten wir zunächst nochmal nach Arequipa in Peru. Doch auf dem Weg dorthin ergaben sich unerwartete Probleme. Noch kurz vor der Einfahrt ins nächtliche Arequipa traf unser Bus auf eine Straßensperre. Wie wir erfuhren wurde just an diesem Tag ein Streik ausgerufen. Wer genau warum streikte, wussten wir nicht. Zum Glück wurde unser Bus noch in die Stadt gelassen, wo wir aber erstmal festsaßen, da der Busverkehr lahmgelegt war. Ein Flug nach Santiago de Chile war nicht zu bekommen bzw. viel zu teuer. Auch eine Umbuchung unseres Fluges war nicht möglich.
Die einzige Möglichkeit, die Stadt wieder verlassen zu können, war ein Taxi anzuheuern, das uns in die Grenzstadt Tacna brachte.
Der Preis dafür war vertretbar und wir waren froh, einen vernünftigen Fahrer (der uns nicht beklauen wollte) un dein bequemes Auto bekommen zu haben.
Tacna war außergewöhnlich für Peru. Es vermittelte schon einen Eindruck von dem, was uns in Chile erwatete. Die Stadt liegt in einer zollfreien Zone und es gibt ein großes Angebot an Konsumgütern. Alles wirkte irgendwie etwas fortschrittlicher als in anderen peruanischen Städten.
Ein anderes Taxi brachte uns zur Grenze nach Chile, wo wir sporadisch nach evtuellen Schmuggelgütern oder Drogen gefilzt wurden. In der Stadt Arica bestiegen wir dann einen Bus Richtung Santiago de Chile.
Eine Zwischenstation legten wir in Iquique ein. Eine Stadt am Pazifik, deren Hinterland die Atacamewüste bildet.
Geschafft von unserer bisherigen Reise verzichteten wir auf wietere Touren und fuhren am nächsten Tag nach Viņa del Mar, das unweit von Santiago am Strand des Pazifiks liegt.
Nach unserem langen Aufenthalt in Peru und Bolivien erschien uns alles unverschämt teuer, sowohl die Hotels als auch die Taxis und das Essen. Da unsere Reisekasse zum Ende unseres Aufenthaltes relativ gut gelüftet war, beschränkten wir uns auf das nötigste.
Das hatte leider zur Folge, dass wir die tolle Landschaft rund um Santiago nicht erkundeten und somit das eigentlich Reizvolle an Chile nicht kennen lernten.
Ein Bad in den relativ kühlen Wogen des Pazifik war eines der letzten Highlights der Reise.
Doch in einem Punkt sollte auch Chile seinen Nachbarländern nicht nachstehen, auch hier versuchte man mich zu beklauen. Ich war allein an einer Strandpromenade unterwegs als mir ein schmächtiger Jugendlicher auffällig folgte. Als ich stehen blieb, versuchte der mir doch glatt in aller Dreistigkeit mein unter dem T-shirt verborgenes GPS vom Hals zu reißen!!! Ich dachte nur - spinnt der - ich mein, ich hätte den mit Leichtigkeit über die Promenada schmeißen können. Jedenfalls schien der nicht ganz sauber zu sein und ich beschränkte mich darauf ihn höflichst darum zu bitten, sich gefälligst zu verpissen. Er tat dann so, als wolle er nur wissen, wie spät es ist und - man glaubt es kaum - folgte mir weiter. Naja irgendwann hatte ich ihn abgeschüttelt ...

Zwei Nächte verbrachten wir noch in Santiago de Chile. Würde ich mich noch an den Namen des Hotels erinnern, würde ich jedem davon abraten, dort zu übernachten. Denn die Herrschaften besaßen nicht mal die Kulanz, uns zu gestatten, das Gepäck noch ein Weilchen nach dem Auschecken im Hotel stehen zu lassen.
Um viele tolle und teilweise abenteuerliche Erfahrungen reicher traten wir schließlich den Rückflug an und waren irgendwie auch ganz froh, heim zu kommmen und unsere Familien zu sehen.

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